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15 - 25 Quadratmeter
150 - 200 Euro
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Die Akademische Gesellschaft Stuttgardia ist eine liberale, nicht schlagende, nicht farben-tragende Korporation von Studentinnen und Studenten an der Eberhard Karls Universitaet Tübingen
In diesem Zeitabschnitt beteiligten sich Vertreter der Stuttgardia außerhalb der Gesellschaft oftmals an patriotischen Veranstaltungen34. Ein Bundesbruder war am 1.4.1895 bei der Feier des 80. Geburtstags von Fürst Bismarck. Am 18.1.1896 nahmen 17 Mitglieder in Tübingen am allgemeinen Festkommers zum 25jährigen Bestehen des Deutschen Reichs teil. Vom 8.-11-5.1905 fuhren Vertreter der Stuttgardia zur Schillerfeier nach Weimar. Stuttgardia-Mitglieder waren auch beim Kaiserkommers am 8.2.1906 im großen Museumssaal in Tübingen. Im Februar 1907 beteiligte sich die Stuttgardia an einem Kaiserkommers, der von einem der damals bestehenden Tübinger Studentenausschüsse organisiert wurde, und am 7.12.1907 war die Gesellschaft bei Fackelzug und Festkommers anläßlich der Einweihung der Tübinger “Bismarcksäule” (auf der Verlängerung des Schloßbergs).
Bei den patriotischen Kommersen nahmen Studenten, Professoren sowie Vertreter der Bürgerschaft und des
Offizierskorps teil. In der Regel spielte die Regimentsmusik unter Leitung ihres Kapellmeisters Schneckenburger. Das studentische Präsidium und der Rektor hielten national gefärbte Reden, die mit einem Hoch auf den gefeierten Monarchen endeten. An ihn wurde regelmäßig auch ein Huldigungstelegramm abgesandt, das noch im Laufe des Abends eine “mit freudigen Hochrufen” begrüßte Antwort erhielt. Weitere Redner ließen das Deutsche Volk, sein Heer, die akademische Jugend, die Stadt Tübingen sowie die deutschen Frauen und Mädchen hochleben35.
Am 18.7.1908 finden wir die aktive Gesellschaft in corpore bei der Huldigungsfahrt der Tübinger Korporationen und Professoren für Graf Zeppelin nach Friedrichshafen. Auf zwei Dampfern ging es zur Halle bei Manzell, wo der Graf das Luftschiff zeigte, das wenig später am 5.August bei Echterdingen ausbrennen sollte. Bei der Besichtigung brach ein Teil des Bodens der Luftschiffhalle. Mit bis zur Hüfte durchnäßten Kleidern feierten die Stuttgarden abends den Festkommers in Friedrichshafen mit36.
Die Museumsgesellschaft war der einzige Tübinger Verein, zu dem die Stuttgardia langjährige Beziehungen pflegte37. Sie war in der ersten Hälfte des 19.Jahrhunderts von Professoren, Tübinger Honoratioren und Studenten als Lesegellschaft gegründet worden. Ihr Gebäude an der Wilhelmstraße/Ecke Grabenstraße bildete bald den geselligen Mittelpunkt der Tübinger Akademiker, wobei der Zutritt in der Regel auf Mitglieder beschränkt blieb. Um 1880 waren die Museumstanzabende für die Stuttgarden “offiziell”. Die Verpflichtung zu ihrem Besuch wurde jedoch nach längeren Diskussionen im Oktober 1883 aufgehoben. Die Museumsgesellschaft besaß in ihrem Gebäude verschiedene Säle, darunter ab 1886 einen großen Saal, der für Kommerse und andere Feste unentbehrlich war. Die Mitgliedschaft im Museum bedeutete meist verbilligten Zutritt zu den Theater- und Konzertveranstaltungen. Die Studenten traten daher selbst oder über ihre Verbindungen der Museumsgesellschaft bei. Verbindungen, die eigene Häuser besaßen, nutzen das
Museum nur noch bei größeren Festen. Der zur Hälfte aus Studenten bestehende Ausschuß des Museums entschied über alle wichtigen Fragen. Im 19.Jahrhundert hielten die einzelnen Verbindungen eine Vertretung im Ausschuß für wesentlich, weshalb die nichtfarbentragenden Korporationen zeitweise Wahlabsprachen trafen38. 1900/04 war der Stuttgarde Professor Max Rümelin Direktor des Museums.
Nach der Festschrift von 191939 wirkten vor dem ersten Krieg Bundesbrüder im Akademischen Musikverein unter Professor Kauffmann und ab 1907 unter dem tüchtigen Professor Volbach bei anspruchsvollen Chor- und
Orchesteraufführungen mit.
Das Verhältnis zur Tübinger Bürgerschaft wurde, abgesehen von kleineren Reibereien, als immer freundlich
geschildert. Da sich das Verbindungsleben mehr auf die eigenen Häuser zurückgezogen hatte, gab es mit Bürgern und Gogen selten Zusammenstöße.