Zimmer in eleganter Jugendstil- Villa hoch über der Stadt und dem Neckar. Innenstadt, Uni und Mensen sind nur Schritte entfernt.
15 - 25 Quadratmeter
150 - 200 Euro
Wasser, Strom, Heizung, Internet, Telefon inklusive
Die Akademische Gesellschaft Stuttgardia ist eine liberale, nicht schlagende, nicht farben-tragende Korporation von Studentinnen und Studenten an der Eberhard Karls Universitaet Tübingen
Im Restaurant Michoud in Stuttgart, Lindenstr.5 (heute Kienestraße zwischen Kronprinzstraße und Calwer Straße, etwa beim Eingang der Landesgirokasse), hatten die Stuttgarter Alten ihr Stammlokal125. Als solches wurde es erstmals 1887 im Bopserboten erwähnt. Seine Anziehungskraft beruhte auch auf seinem Pilsener-Bier-Ausschank. Nach Dienstschluß vesperten dort täglich einige Stuttgarden. Regelmäßig traf man sich am Samstagabend, doch auch sonntags waren beim Vesper Bundesbrüder dort zu finden. Ein Gedicht des Bopserboten von 1903 beschrieb den Michoudtisch:
Idyll
Frei nach Thoma
1.Sonntag abends strömen zum Michoudtische,
Sich an Pilsner Bier zu laben,
Ledige Bundesbrüder und andere,
Wenn sie zu Hause Urlaub bekommen haben.
2.Letztere, nämlich die Herren Ehemänner,
Qualmen ihre Manero behaglich.
Herzlich lachen sie über Witze,
Wenn es, ob sie bei Frauen erzählbar, fraglich.
3.Freundlich reden sie an, doch unauffällig,
Kellnerinnen, welche nicht geizen
Mit ihren Blicken, die aber mehr noch
Jederzeit die Junggesellen anreizen.
4.Reichlichst vertreten sind die Mediziner.
Eifrig wird von ihnen erwogen,
Welche Spezialität die feinste,
Die der Chirurgen oder Gynäkologen.
5.Eigen berührt den Rektor aus Kornthal,126
Wenn er kommt, das Gezänk der Propheten.
Übrigens sieht man selten erscheinen
Leute von frömmeren Fakultäten.
6.Dagegen sitzen unten am Tischende
Zwei Juristen, welche verhandeln
Über Rechtsfälle und durch Fachsimpeln
Allen andern den Abendschoppen verschandeln.
Seine Glanzzeit hatte der Michoudtisch in den beiden Jahrzehnten vor und nach 1900. Als regelmäßige Besucher in dieser Zeit sind überliefert127: Karl und Theodor Weizsäcker, Gustav Schwab I, Karl Zindel I, Oskar Haidlen, Adolf Faber, Gustav Walcher I, Gustav Decker, Karl Binder, Karl Schmoller und Adolf Kleinmann. Letzterer berichtete von der witzigen und schlagfertigen, aber auch kritischen Unterhaltung, die im Michoud gepflegt worden sei. Wenn Alfred Drescher in seiner Ansprache beim 60.Stiftungsfest von Kritik und Räsonnieren in der Stuttgardia sprach, vom “Räs-Sein”, so meinte er sicher damit auch das Gespräch am Michoudtisch.