Vorwort

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Kapitelübersicht

Die Festschriften der Stuttgardia von 1894 und 1919 enthalten Abschnitte über die Geschichte der Gesellschaft. Die Festschriften 1959 und 1969 bringen die Geschichte der Verbindung in der Form, daß einzelne Bundesbrüder aus ihrer Erinnerung Bemerkenswertes über bestimmte Zeitabschnitte berichteten. Hans Erich v. Groll ging in seinem Aufsatz in den Tübinger Blättern 1969 ebenfalls auf die historische Entwicklung der Stuttgardia ein.

Mit dem vorliegenden Werk versuche ich erstmals eine an den Quellen ausgerichtete Darstellung. Da die Unterlagen der Stuttgardia im Dritten Reich überwiegend zerstört wurden, zog ich Material aus öffentlichen Archiven und aus Archiven anderer Korporationen bei. Die Aufhellung einzelner Abschnitte der Stuttgardia-Geschichte war auf diese Weise möglich.

Ich bemühte mich, vor allem das ältere Material vollständig darzustellen. Einige Abschnitte sind daher stärker mit Einzelheiten angefüllt. Ich gehe jedoch davon aus, daß es immer wieder Personen gibt, die sich auch für Details interessieren und sie unter von ihnen gewählten Gesichtspunkten auswerten. Die Bewertungen des dargestellten Material wurden von mir persönlich getroffen. Sie müssen nicht mit den Ansichten innerhalb der Gesellschaft Stuttgardia übereinstimmen.

Die Verbindungen haben mit der Pflege von Geselligkeit und Freundschaft unter jungen Akademikern besondere
Beiträge zur sozialen Kultur der Universitäten geleistet. Die Geschichte der Stuttgardia ist daher Teil der Tübinger Universitätsgeschichte.

Einzelne Bundesbrüder der Stuttgardia waren vor dem ersten Weltkrieg herausragende Mitglieder der national-liberalen Deutschen Partei, andere nach 1918, vor allem aber nach dem zweiten Weltkrieg, bedeutende Mitglieder der DVP/FDP. Die Bundesbrüderschaft bereicherte und festigte die Beziehungen dieser für die liberalen Parteien und die Politik des Landes wichtigen Persönlichkeiten. Die Stuttgardia leistete damit einen nicht meßbaren, aber mit Sicherheit vorhandenen Beitrag zur Stabilität der liberalen Parteien in Württemberg. Ihre Geschichte ist daher auch unter diesem Blickwinkel von Bedeutung.

Jeder Verfasser eines wissenschaftlichen Werks schuldet anderen Personen Dank. Ich danke an erster Stelle meiner lieben Frau. Nur ihr Verzicht auf manches Gespräch und manche Unterstützung machte es mir möglich, mich der Stuttgardia zu widmen. Sodann habe ich vielen Bundesbrüdern der Stuttgardia für Gespräche und Hinweise zu danken. Namentlich anführen möchte ich Ulrich Kerschbaum, Heinz Bockshammer, Hans Dinkelmann, Kurt Lempp, Erich Ganzhorn, Dieter Raiser, Volker Göz, Heinrich Frhr.v.Lersner, Jörg Hummel, Hans-Jörg Rank, Reiner Graner, Gerhard Jeandrée, Peter Zettler und Karl Funk. Die Verdienste von Frau Herta Reinhardt sind auch hier mit herzlichem Dank zu würdigen. Sie hat die Grundlage für die Darstellung des Mitgliederverzeichnisses in dieser Form gelegt und mir bei der Durchsicht desselben geholfen.
Bei den von mir benutzten Archiven und Bibliotheken darf ich vor allem den Leiter des Universitätsarchivs Tübingen Herrn Professor Dr.Volker Schäfer dankbar erwähnen. Er brachte meiner Arbeit großes Interesse entgegen.

Eine wichtige Unterstützung für mich war die Möglichkeit, die Archive der Verbindungen Saxonia und Virtembergia benutzen zu können. Den Archivaren der Straßburger Burschenschaft Arminia Herrn Hartmut Dehm, des Corps Franconia Herrn Dr.Gustav Widenmann und der Burschenschaft Germania Herrn Karl Philipp danke ich auch hier für Gespräche und Überlassung von Material. Durch Hinweise bei der Benutzung eines Schreibcomputers hat mein Sohn Martin tatkräftig zur Fertigstellung des Manuskripts beigetragen. Herrn Professor Dr.Hans-Martin Maurer habe ich dafür zu danken, daß der Württembergische Geschichts- und Altertumsverein das Werk herausgibt.

Besonders dankbar fühle ich mich denjenigen verbunden, die den Druck und die Veröffentlichung der Ergebnisse einer jahrelangen Arbeit ermöglicht haben.