Zimmer in eleganter Jugendstil- Villa hoch über der Stadt und dem Neckar. Innenstadt, Uni und Mensen sind nur Schritte entfernt.
15 - 25 Quadratmeter
150 - 200 Euro
Wasser, Strom, Heizung, Internet, Telefon inklusive
Die Akademische Gesellschaft Stuttgardia ist eine liberale, nicht schlagende, nicht farben-tragende Korporation von Studentinnen und Studenten an der Eberhard Karls Universitaet Tübingen
Das Gründungslokal, die Konviktsmüllerei, wurde als nicht erfreulich empfunden. Bereits im Sommersemester 1870 tagte die junge Gemeinschaft in Lustnau, dann vom WS 1870/71 an im Gasthof zum Löwen, Kornhausgasse 5, wo sie einen Raum zur ausschließlichen Benutzung gemietet hatte54. Als dieser Raum zu klein wurde, verlegte sie die Kneipe im Juni 1874 in das Gasthaus Hirsch, Hirschgasse 9, und im SS 1875 in die Wirtschaft “zum Hades”, Hafengasse 855. Dort tagte sie zunächst im Erdgeschoß, bald dann im ersten Stock. Die Stuttgarden dachten gerne an die Gasthöfe “Löwen” und “Hades” zurück, was daran zu erkennen ist, daß beide Gasthäuser und auch das Portrait des Hades-Wirts Karl Mundinger in der Festschrift von 1894 abgebildet wurden.
Mitte Oktober 1880 verlegte die Stuttgardia die Kneipe in helle Räume im Café Müller, Gartenstr.2 bei der
Neckarbrücke (sog. Müllerei oder Neckarmüllerei)56. Dort wurde der Kneipraum allmählich zum gemütlichen Heim. Schon nach den Statuten von 1874 hatte jedes neue Mitglied für die Kneipe Glas und Kommersbuch anzuschaffen. Im Herbst stifteten 13 Bundesbrüder57 “ihrer lieben Kneipe” einen noch erhaltenen halbhohen Schrank, auf dessen Türen der Gesellschaftszirkel und das Wappen mit einem steigenden Roß geschnitzt sind. Nach dem Umzug in die Müllere wurden auch eigene Tische und Stühle angeschafft. Im WS 1882/83 stifteten die Tübinger Alten einen Glasständer. Ein Bild in der Festschrift von 189458 zeigte die Kneipe mit zahlreichen Bildern, Kästchen und Gefäßen. Von der Decke hingen Trinkhörner herab und auf dem Tisch standen runde Deckelgläser (Bierigel). Von einem ehrwürdigen Mohrhumpen ist die Rede. Leider hat sich von den vielen Gegenständen außer dem Schrank und einem Stuhl nichts erhalten.
In der Müllerei blieb die Kneipe bis Juli 1895. Was das 15 Jahre lang benutzte Kneiplokal den damals lebenden
Bundesbrüdern bedeutete, hat Hermann Abert in der ihm eigenen gefühlvollen Art in einem Gedicht festgehalten59:
Die Kneipe
Ich weiß am Neckar ein gastlich Heim,
Da wohnet in zechender Brüder Verein
Die Freundschaft, die heilige Treue.
Da wohnt auch die Freude, da wohnet die Lust,
Drum, Brüder, erschall’ es aus tiefster Brust:
Es wachse, es blühe, gedeihe!
Und schäumende Becher siehest du kreisen,
Es lauschet dein Ohr nur fröhlichen Weisen,
Es wehet der Eintracht Weihe.
Fern bleibt ja der Schmerz und die Zwietracht dem Bund,
Drum, Brüder, erschall’ es aus jeglichem Mund:
Er wachse, er blühe, gedeihe!
Und wird dereinst alles verklungen sein,
So schalle die Sage vom gastlichen Heim
An des Neckars lieblichem Strande.
Ein Vorbild sei’n sie dem künft’gen Geschlecht
Von Burschenbrauch, von Treue und Recht,
Stuttgardias Freundschaftsbande!