Beteiligung der Gesellschaft an Veranstaltungen der Studentenschaft

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An Veranstaltungen außerhalb der Gesellschaft nahm die Stuttgardia nur teil, wenn es sich um Unternehmen der gesamten Studentenschaft handelte74. Die erste derartige Veranstaltungen mit Beteiligung der Stuttgardia war wohl die Enthüllung des Uhland-Denkmals im Juli 1873.

Das SS 1877 brachte das Universitätsjubiläum. Die Gesellschaft beteiligte sich am Donnerstag, 9.August, am
allgemeinen Festzug und dem anschließenden kirchlichen Akt in der Gruppe der nichtfarbentragenden Verbindungen. Mittags feierten die Stuttgarden ein Festmahl und abends einen Festkommers auf ihrer geschmückten Kneipe, wobei jeweils die Reutlinger Stadtmusik spielte. Am Tag darauf folgte eine offizielle Frühmesse. Am Nachmittag dieses Tages gab der König in Bebenhausen ein Fest75.

Die Stuttgardia hatte eine Jubiläumskasse gebildet. Ihre Abrechnung ist überliefert: die Reutlinger Stadtmusik, die wohl auch im Festzug mitmarschiert war, kostete 240 M, die Festfrühmesse 162 M, für Kneipdekorationen fielen 83 M an und für den Ausflug der Alten und Auswärtigen (wohl am 11.August) auf die Altenburg 40 M. Insgesamt war es ein Betrag von 755 M.

Weitere Veranstaltungen der Studentenschaft, an denen die Teilnahme der Stuttgardia überliefert ist, hatten meist patriotischen Charakter und waren oft von der Burschenschaft angeregt. Am 18.1.1881 wurde das 10jährige Bestehen des Deutschen Reichs von den Verbindungen und vielen Freistudenten mit einem Festkommers in der neuen Turnhalle begangen76. Am 22.6.1889 nahm die Stuttgardia am Fackelzug anläßlich des 25jährigen Regierungsjubiläum von König Karl teil. Der König bedankte sich Anfang August mit einem Gartenfest in Bebenhausen. Hierfür erhielt die Stuttgardia 14 Karten, die nach dem Gesellschaftsalter verteilt wurden77.